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Die Liebfrauenkapelle

 

Geschichtlich zum ersten Mal erwähnt wird das Kirchlein 1212, als König Friedrich III. das Schottenkloster in Regensburg in seinen Schutz nimmt, darunter auch Kneiting "cum vineis suis et capelle sua." "mit seinen Weinbergen und seiner Kapelle." Das Kirchlein stand im Schatten einer mächtigen Linde, die 1829 noch erwähnt wird, später aber von einem Sturm abgesprengt wurde. Nahe dabei fließt die Hl. Quelle (zwischen Anwesen Koch und Lankes), die ehemals mit einem Eisengitter umgeben war. Die Wallfahrer legten dem Wasser sogar Wunderkraft bei, nach Schuegraf wurde das Wasser sogar als Wunderwasser versandt.

Die Liebfrauenkapelle


Der Volksmund sagte davon: "Geh hin zum Brunn und wasch den Mund, so wirst Du wieder frisch und gsund!"

Die Quelle ist verfallen, die Wallfahrt wohl auf Mariaort übergegangen.
Das Kirchlein war einst Pfarrkirche, Hs.Nr. 30 Pfarrhof, der Garten nördlich des Kirchleins Friedhof. (Nach Aussagen von Josef Biersack, sollen in seiner Kindheit beim tieferen Graben im Garten Totenknochen gefunden worden sein).

  • 1816 sollte die Kirche wegen Baufälligkeit abgebrochen werden,
  • 1825 wurde sie dann doch repariert, ebenso wieder 1863/64, und
  • 1954 erhielt sie ein neues Dach.
  • 1976 wurden Dachstuhl, Turm und Holzbalkendecke erneuert.

Die Kirche hatte im Innern verschiedene Kostbarkeiten, die fast alle verschwunden sind. Der alte Schlüssel soll kunstvollste Schmiedearbeit gewesen sein und galt als heilkräftig.
Ein hervorragendes Kunstwerk ist der gotische Flügelaltar. In seinem Mittelteil sind die Figuren von Maria mit dem Kinde, Katharina und Barbara.
Die Marienfigur ist wohl einer näheren Betrachtung wert:
Sie ist etwa 1 m hoch und aus Holz geschnitzt. Auf dem rechten Arm trägt sie ihr Kind, in der linken Hand hält sie einen Apfel, nach welchem das Jesuskind greift. Maria steht auf der Weltkugel und auf der Mondsichel. In die Mondsichel ist ein Frauenkopf geschnitzt. Die Deutung ist: Eva schaut aus der Nacht der Sünde sehnsüchtig zu Maria und ihrem Kinde empor, die die Menschheit aus dem Banne der Sünde befreien. Das Jesuskind greift nach der Welt (Apfel), um auf ihr das Reich Gottes zu errichten.
Auf dem Altar wurde der Hl. Urban, der "Weinheilige", verehrt.
Öffnet man den wertvollen Flügelaltar aus dem Jahr 1507 so zeigt sich in Holzhalbrelief die Geburt Christi in einer seltenen Innigkeit der Darstellung. Im rechten Flügel ist der Tod Mariens dargestellt. Die geschlossenen Altarflügel zeigen die Verkündigungsszene in wunderbarer Schönheit als Gemälde.

 

Der Flügelaltar

Auch die Predella kann mit zwei Flügeltüren geschlossen werden. Geöffnet sind in der Mittelnische in Holzfiguren Maria, Josef und das Jesuskind, sowie die anbetenden Dreikönige.

Der linke Predellaflügel zeigt innen als Gemälde den Hl. Petrus, der rechte den Hl. Paulus.


Schließt man die Flügel, sieht man in 4 Gemälden die Hl. Frauen – von links nach rechts
Dorothea, Elisabeth, Margareta und Apollonia.
Auch die Rückwand des Altares war bemalt – es sind aber leider nur noch Ornamentreste leicht sichtbar.

 


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